Die Mischung macht's

Aus der Presse:  DAS BLV – Wochenzeitung vom 10. Oktober 2012 von Doris Friedrichs

Vegesack - Was dem Regen geschuldet am Samstag ein wenig schleppend begann,fand einen Tag später einen umso gelungeneren Abschluss. Das Vegefest mit seinem verkaufsoffenen Sonntag zog wieder viel Publikum nach Vegesack. Bei weitestgehend sonnigem Herbstwetter waren die Einkaufsstraßen der Innenstadt - schon vor der offiziellen Öffnung der Geschäfte um 13 Uhr gut gefüllt. Schließlich wurde den Besuchern über Bummeln und Einkaufen hinaus ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten. 

Anziehungspunkt war am Sonntag unter anderem wieder der Sedanplatz. auf dem Oldtimer wie Neuwagen präsentiert wurden. Etwa 200 Einladungsmails hatte Klaus Falldorf, Organisator der „rüstigen Rentner-Show“, verschickt. „Wir wissen aber nie. wie viele dann auch wirklich hierherkommen.“ Vorgefahren waren unter anderem ein in England konstruierter Daimler 4,5 l Straight Eight“ (acht Zylinder) sowie ein gut erhaltener Citroën 11C\C Erstzulassung 1950. Beide Fahrzeuge waren erstmals bei der Oldtimer-Schau dabei. Um als Oldie zu gelten, müssten die Wagen mindestens 30 Jahre alt und weitestgehend im Original erhalten sein, erläuterte Klaus Falldorf Und diese vom TÜV auf dem Kennzeichen mit einem „H“ honorierte Auszeichnung betraf an diesem Nachmittag fast alle alterslosen, chromglänzenden Edelkarossen auf dem Sedanplatz: Modelle vom Cadillac Coupé von 1958 über Borgwards schöner Isabella bis zum MG aus dem Jahr 1932.

Visuelle Genüsse ganz anderer Art - aber vor allem kulinarische - waren am Stand von Michaela und John Reinhardt zu entdecken: Brownies und Cookies nach Original New Yorker Familienrezepten. Bei solchen Aussagen darf ein wenig Misstrauen erlaubt sein, die John Reinhardt sogleich zu zerstreuen versuchte. Seine Eltern wanderten einst von Bremerhaven in die USA aus, kamen aber später aus Heimweh zurück. Sohn John ging 1981 in sein Geburtsland zurück und kehrte seiner Geburtsstadt Poughkeepsie 1993 erneut den Rücken. Er heiratete, aber eine andere Sehnsucht ließ sich nicht so ohne Weiteres überwinden: die nach Cookies und Brownies.

Im vergangenen Jahr heben er und seine Ehefrau sich deshalb mit der Bäckerei und dem Vertrieb dieser begehrten Kalorienbomben selbständig gemacht. So war ihr Stand ständig von wenig wehrhaften „Naschkatzen" umlagert. Der Renner seien Brownies mit und ohne Walnüsse, verriet der Diplom-Kaufmann. Hm, gar nicht gut für die Hüften! „Aber gut für die Seele“, lächelte John Reinhardt.

Nach diesen Streicheleinheiten für die Seele mit anschließendem frisch gebrühtem Kaffee bei der „Kaffeetante“ gleich nebenan, lockten sportliche Aktivitäten. Mitglieder der Jugendabteilung des Fecht-Club Bremen-Nord präsentierten ihr Können beim Degenfechten, und wer von den Zuschauern wollte, konnte seine Treffsicherheit an einer Art Pappfigur erproben. Auch musikalisch wurde einiges geboten, beispielsweise schöne Stimmen mit dem Chor Mzuka der Jacobs University sowie krachende Sounds mit jungen Talenten auf der Bühne am Kleinen Markt.

Wolfgang Helms, Geschäftsführer des Vegesack Marketing e. V, zog abschließend eine positive Bilanz des diesjährigen Vegefestes. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf. Die Stimmung am verkaufsoffenen Sonntag war prächtig. Auch die Erwartungen der Kaufleute sind, soweit ich das jetzt schon sagen kann, voll erfüllt worden.“

Die Mischung aus Bühnenprogramm, Walkacts, Oldtimer-Show und verkaufsoffenem Sonntag habe sich bestens bewährt.

 

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