"Trump ist der Witz der Nation"

BREMERHAVEN. In drei Monaten wählen die Amerikaner ihren neuen Präsidenten. Die Kandidaten stehen fest: Die erfahrene Demokratin Hillary Clinton wird gegen den rechtspopulistischen Republikaner Donald Trump antreten. Währenddessen spitzt sich die Lage immer weiter zu: Senatoren aus der eigenen Partei stellen sich gegen Trump auf. Ist er wirklich der geeignete Kandidat? Auch die Bremerhavener Amerikaner schließen sich zusammen: "Donald Trump ist ein Witz."
"Hillary Clinton ist in jeglicher Hinsicht kompetenter als Donald Trump" davon ist Wally Kruso überzeugt. "Sie stand schon immer für Frieden und für die Arbeitergesellschaft. Sie hat schon eng mit der NATO und mit der EU zusammengearbeitet " und als Außenministerin hat sie gemeinsam mit Barack Obama die Gesundheitsreform verändert." Außerdem sei sie gegen die Waffenlobby.
"Trump hingegen ist der Witz der Nation", findet der 57-Jährige. "Alleine die Aussage: "Belgien ist eine schöne Stadt" das sagt doch schon alles." Seine Ausdrucksweise, auch Frauen gegenüber, ähnele dem Straßenjargon. "Das ist unterstes Niveau. Trump hat überhaupt keinen Stil."
In den 70ern ist Wally Kruso, der in New York geboren wurde,nach Bremerhaven gekommen. "Ich habe noch nie in Deutschland gewählt. Aber alle vier ]ahre gebe ich per Briefwahl meine Stimme für die Vereinigten Staaten ab." Er ist Demokrat, deswegen seiauch Hillary Clintons ausgeschiedener Konkurrent Bernie Sanders eine gute Wahl gewesen. "Der Präsidentschaftskandidat sollte die Weltpolitik im Kopf haben " das ist die wichtigste Voraussetzung."
Von alledem habe Donald Trump null Ahnung. "Er will im Jahr 2016 eine Mauer zwischen den USA und Mexiko bauen. Er legt sich mit dem Papst an. Und bezeichnet jeden Muslim als Terroristen. Das ist absolut absurd."  
"Anhand der Auswahl der Präsidentschaftskandidaten kann man erkennen, was zurzeit in dem Land los ist", sagt der Amerikaner John Reinhardt (55) über seine Heimat. Genau wie seinFreund Rainer Iune (48) ist er in Maryland geboren und lebt nun in Bremerhaven. Beide finden: "Dass Donald Trump es so weit gebracht hat, ist erschreckend und eine Warnung für die Vereinigten Staaten."  
"SelbstverIiebter Psychopath"
Ihre Hoffnung: "Viele republikanische Senatoren wenden sich bereits von Donald Trump ab. Sie können einen Kandidaten zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen wieder absetzen", erklärt ]ohn Reinhardt. "Denn Donald Trump ist ein selbstverliebter Psychopath. Vor allem wegen seiner oftmals diskriminierenden Äußerungen und vielen Fehler, die er jetzt schon begangen hat."
"Wer schickt ein weinendes Kind aus dem Publikum eines Parteitages", sagt Rainer Iune. Außerdem verliere Donald Trump in einer politischen Debatte sehr schnell die Geduld. "Und er hat schon so viele Äußerungen gemacht, die widerlegt wurden."
"Wir sind für Hillary Clinton, weil sie die bessere Alternative ist", begründen die beiden Amerikaner ihre Wahl. "Sie ist zwar auch chemisch gereinigt " weil sie aalglatt und von Lobbyisten gesteuert ist " aber sie beherrscht die amerikanische Politik, hat durch ihren Ehemann Bill Clinton und ihren Posten als Außenministerin viel Erfahrung. Sie hat das Spielfeld quasi schon definiert und die Bälle in der Luft. Sie könnte so auf den Korb losdribbeln."
Auch der in Bremerhaven lebende Amerikaner George Bush (52) lässt nicht mit sich diskutieren: Seine (Brief-)Wahl wird auf Hillary Clinton fallen. "Erstens bin ich schon immer Demokrat gewesen und zweitens ist Donald Trump total verrückt. Er hat keine Ahnung von Politik, Wirtschaft und was die Leute im Land brauchen. Er denkt nur an sich. Ich habe Vertrauen in Amerika, dass die Leute nicht so bescheuert sind und Donald Trump wählen."

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